Das sollten Sie vor dem Kauf eines neuen Computers beachten.

Computer sind essenzielle Bestandteile unseres täglichen Lebens. Vor allem in Büroumgebungen, aber auch zu Hause braucht man schnelle PCs, um zu arbeiten oder Multimedia-Angebote wie YouTube zu nutzen. Beim Computerkauf sollte man also darauf achten, den richtigen PC oder Laptop zu erwerben.

Leider sind Computer technische Geräte und daher nach einigen Jahren nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand. War der PC beim Kauf vor fünf Jahren noch der beste in seiner Klasse, schnell und leise, so kann er heute mit den Anforderungen, die viele Software-Programme stellen, vielleicht schon nicht mehr mithalten.

Wenn Sie einen neuen PC brauchen, aber nicht wissen, worauf Sie bei der Auswahl achten müssen, dann sind Sie hier richtig. Wir erklären Ihnen, worauf es beim Computerkauf 2019 ankommt.

Hier zuerst eine Infografik:

Computerkauf

1. PC oder Laptop: was ist sinnvoller?

Vielleicht stehen Sie noch vor der Frage, ob sich ein Stand-PC oder ein Laptop besser für Sie und Ihre Bedürfnisse eignet. Zunächst sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Arbeiten Sie immer am gleichen Arbeitsplatz, oder mal in der Firma, mal im Home-Office, mal im Café? Arbeiten Sie mit sehr leistungsintensiven Programmen, wie CAD-Programmen, oder sind Sie Gamer? Brauchen Sie sehr starke Grafikkarten? Oder genügen Ihnen leichte Programme wie MS Office?

Vorteile von Stand-PCs:

    • Günstiger als Laptops: die Preise für gute PCs beginnen ab 300-400€
    • Jederzeit erweiterbar, da Nachrüsten von Grafikkarte oder Festplatte meist kein Problem darstellt
    • Stand-PCs haben mehr Leistung zu einem besseren Preis-/Leistungsverhältnis und eignen sich besser für große Programme und Spiele
    • Monitor, Maus und Tastatur sind frei wählbar und müssen nicht unbedingt neu erworben werden
    • Stand-PCs lassen sich leicht aufschrauben und reinigen

 

Vorteile von Laptops:

      • Sie sind agil und können überall mitgenommen werden
      • Laptops brauchen nicht unbedingt eine Steckdose und können bis zu 12 Stunden im Akkubetrieb laufen
Computerkauf

Laptop

Notebooks lassen sich schlechter reinigen und aufrüsten. Zur Reparatur müssen sie meist zum Hersteller eingeschickt werden, was sich manchmal über mehrere Wochen hinziehen kann.

Leistungsstarke Laptops sind preisintensiver als Stand-PCs: Gute Standard-Laptops, die sich für Textverarbeitungsprogramme und zum Surfen im Internet eignen, beginnen ab 400€. Wenn man den Laptop wirklich zum Arbeiten benötigt oder Filme darauf schauen will, sollte man nicht weniger als 700€ dafür ausgeben.

Als Alternative zum klassischen Tower gibt es auch Mini-PCs, die lediglich die Größe einer kleinen Schachtel haben. Sie können ganz einfach auf dem Schreibtisch neben oder hinter den Monitor platziert werden. Das sieht natürlich im Vergleich zu klassischen Rechnern viel besser aus und spart Platz. Auch bei der Leistung müssen Sie bei Mini-PCs keine Abstriche machen. Die einzigen Nachteile sind, dass sie nicht individuell erweitert werden können und Laufwerke extern anschlossen werden müssen.

 

2. Der Prozessor: das Herzstück eines Computers

Die Wahl des richtigen Prozessors bestimmt die Gesamtleistung des PCs und ist deshalb ein wichtiger Faktor beim Computerkauf.

Was ist ein Prozessor?

Prozessor

Prozessor

Den Prozessor bezeichnet man auch als CPU (Central Processing Unit). Die CPU dient als zentrale Recheneinheit dazu, Befehle abzuarbeiten. Sie ist in vielen elektronischen Geräten, wie Waschmaschinen oder Trocknern enthalten.

Die beiden bekanntesten Hersteller von CPUs sind Intel und AMD. Prozessoren führen Rechenoperationen aus und steuern Teile des Computers. Da der Prozessor nur Binärcodes versteht, dh. nur Nullen und Einsen, muss jede Zahl oder Ziffer in einen binären Code umgeschrieben werden.

Der Rhythmus oder auch die Taktfrequenz eines Prozessors bestimmt die Leistungsfähigkeit des Computers. Je schneller die Taktfrequenz, desto schneller verarbeitet der Prozessor Befehle. Die Geschwindigkeit der Rhythmen wird in Hertz gemessen. Ein Hertz ist ein Takt pro Sekunde. Computer machen meist Geräusche, wenn sie arbeiten. Dafür ist oft der Lüfter verantwortlich, der den Prozessor kühlen muss.

Bei hohen Geschwindigkeiten der Taktfrequenzen entstehen hohe Wärmeverluste, die durch einen Lüfter wieder ausgeglichen werden müssen. Sonst kann der Prozessor Schaden nehmen.

Welcher Prozessor ist für mich geeignet?

Um die Leistungsfähigkeit von Prozessoren zu steigern, schaltet man mehrere Prozessoren zusammen, ohne dabei die Taktfrequenz zu erhöhen. Man spricht dann von Mehrkern-Prozessoren. Dabei unterscheidet man zwischen Einkernprozessoren (Single-Core), Doppelkernprozessoren (Dual-Core), Vierkernprozessoren (Quad-Core), Sechskernprozessoren (Hexa-Core) und Achtkernprozessoren (Octa-Core).

Je mehr Prozessoren zusammengeschlossen werden, desto besser ist die Leistung. Weniger als Dual-Core sollte Ihr neuer PC daher nicht haben. Besser ist Quad-Core. Intel stellt gute Prozessoren in verschiedenen Klassen her und unterscheidet in Core i3, Core i5, Core i7 und Core i9. Dabei gibt es große Preisunterschiede zwischen Computern mit den jeweiligen Prozessoren.

Grundsätzlich eignen sich für gute Business-PCs und Laptops i5-Prozessoren. I7 wird erst bei intensiver Beanspruchung und bei Games benötigt. Laptops mit i3-Prozessoren sind 2019 kaum noch auf dem Markt verfügbar. Der Trend geht daher natürlich zu leistungsfähigeren Prozessoren, was beim Computerkauf beachtet werden sollte.

 

Tipp: Wir empfehlen in den meisten Fällen i5 oder i7 Prozessoren.

 

3. Arbeitsspeicher für mehr Leistung

Arbeitsspeicher RAM

Arbeitsspeicher RAM

Auch die Wahl des Arbeitsspeichers ist ein wichtiges Kriterium für die Schnelligkeit des PCs. Am Arbeitsspeicher sollte man nach Möglichkeit nicht sparen, denn wenn dieser knapp wird und Daten in anderen Speichermedien zwischengelagert werden müssen, werden die Arbeitsprozesse wesentlich langsamer. Mit genügend Arbeitsspeicher können Sie flüssiger arbeiten und entlasten das System.

 

Was ist Arbeitsspeicher?

Als Arbeitsspeicher bezeichnet man den Speicher in einem Computer, der die gerade auszuführenden Programme oder Programmteile und die dabei benötigten Daten enthält. Der Prozessor greift unmittelbar auf den Arbeitsspeicher (oder Hauptspeicher) zu, daher ist die Größe und Leistungsfähigkeit von entscheidender Bedeutung für die Gesamtleistung des PCs.

Auch „RAM“ (Random-Access-Memory) genannt, werden auf dem Arbeitsspeicher alle laufenden Prozesse und Programme zwischengespeichert. Ein RAM-Modul besitzt in der Regel 1, 2, 4, 8 oder 16 Gigabyte Speicher. Für sehr geringe Ansprüche genügen 4 GB RAM. Wir empfehlen jedoch für PCs und Laptops mindestens 8 GB RAM. Arbeitsspeicher ist verhältnismäßig günstig und kann in Stand-PCs leicht aufgerüstet werden. Unser Tipp: Sparen Sie nicht am Arbeitsspeicher, sonst werden Sie sich über langsame Prozesse ärgern.

 

Tipp: Sparen Sie auf keinen Fall bei der Größe des Arbeitsspeichers.

 

4. Welche Festplatte ist die richtige? HDD oder SSD?

HDD Festplatte

HDD Festplatte

Während man den Prozessor gerne als Herz oder Gehirn des Computers bezeichnet, so handelt es sich bei der Festplatte um das Gedächtnis. Auf Festplatten werden Daten gespeichert. Man unterscheidet dabei in SSD (Solid State Drive) und HDD(Hard Disk Drive) Festplatten. Die klassischen HDDs bestehen aus einer oder mehreren Magnetscheiben und jeweils einem Lesekopf. Während die Magnetscheiben im Betrieb rotieren, fährt der Lesekopf über die Scheiben und liest die gespeicherten Daten aus.

SSDs bestehen dagegen aus vielen Flash-Speichern, die auch in USB-Sticks verbaut werden. Seit einigen Jahren werden verstärkt SSDs verbaut, weil sie gewaltige Vorteile gegenüber den HDDs haben. Da in SSDs keine mechanischen Teile verbaut werden, sind sie deutlich robuster als HDDs. Während bei Stürzen von HDDs Defekte und Datenverluste vorprogrammiert sind, sind SSDs deutlich unempfindlicher.

Der wichtigste Faktor, der für eine SSD spricht ist jedoch, dass sie deutlich schneller arbeitet als eine klassische Festplatte, nämlich bis zu zweimal. Außerdem sind SSDs leichtereffizienter und verbrauchen somit weniger Akku. HDDs sind zwar günstiger als SSDs und bieten mehr Speicherplatz. Dennoch raten wir, auch im Hinblick auf die Zukunft, unbedingt zu einer leistungsfähigen SSD.

Für einfache Textverarbeitung genügen 128 GB SSD, für mehr Speicherbedarf sind 256 GB SSD empfehlenswert. Falls Sie sich doch für eine klassische HDD entscheiden sollten, greifen Sie am besten gleich zu mindestens 1 TB Speicherplatz, oder wählen Sie die Hybrid-Lösung, eine SSHD.

 

Tipp: Mit SSD Festplatten können Sie flüssiger arbeiten und investieren in die Zukunft.

 

5. Grafikkarte

Bei der Wahl der richtigen Grafikkarte ist wieder die angestrebte Verwendung entscheidend. Wenn Sie kein Gamer sind oder andere grafikintensiven Programme nutzen, sind die verbauten Grafikkarten in den meisten Stand-PCs und Laptops ausreichend. Dabei handelt es sich meist um Modelle, die etwas älter sind.

Dennoch sind sie in der Lage, die gängigsten Home- und Businessanwendungen zu erfüllen. Wenn Sie grafikintensive Programme verwenden wie CAD-Programme, Bildbearbeitung oder Spiele spielen, dann sollten Sie in eine hochwertige Grafikkarte investieren.

 

6. Schnittstellen

HDMI Kabel

HDMI Kabel

Achten Sie darauf, dass der PC USB 3.0 und HDMI-Schnittstellen hat. So können die meisten Geräte und Monitore mit dem Computer verbunden werden. Optimal sind mehrere USB-Schnittstellen, damit Sie die gängigsten Geräte wie Maus, Tastatur, Drucker und USB-Sticks parallel anschließen können.

 

7. Der richtige Monitor

Monitor Computerkauf

Monitor

Wenn Sie einen neuen Monitor benötigen, sollten Sie darauf achten, dass der PC die passende Schnittstelle besitzt. Monitore lassen sich meist über DVI oder HDMI mit dem Computer verbinden. Bei der Wahl des richtigen Monitors ist die Größe wichtig. Bildschirme in Büroumgebungen haben meistens eine Größe von 22“ – 26“ (Zoll).

 

8. Betriebssystem: bereits installiert?

Viele PCs werden bereits mit installiertem Betriebssystem ausgeliefert. Dabei handelt es sich meist um Microsoft Windows 10 oder 8, oder bei Apple um OS. Auf manchen PCs ist noch kein Betriebssystem vorinstalliert. Darauf sollten Sie achten, wenn Sie eines brauchen und keine Mehrkosten haben möchten.

 

9. PC Zubehör: Maus und Tastatur

Maus und Tastatur

Maus und Tastatur

Zu einem Stand-PC benötigen Sie außerdem unbedingt eine Maus und eine Tastatur. Praktisch sind kabellose Tastaturen und Mäuse, weil sie nur eine USB-Schnittstelle beanspruchen und kein Kabel im Weg liegt. Für Laptops benötigen Sie theoretisch keine Maus, wenn Ihnen das enthaltene Touchpad ausreicht.

 

10. Qualität zahlt sich beim Computerkauf aus

Achten Sie auf Qualität! Bei Computern stimmt der Satz: Wer billig kauft, kauft zweimal. Denn ein falsch konfigurierter PC macht sich schnell bemerkbar. Sehr günstige PCs warten zwar oft mit guten Leistungsdaten auf, die verwendeten Komponenten sind jedoch meist billig verarbeitet und weisen schon nach kurzer Zeit Defekte auf. Wenn Sie Ihren Computer dann zur Reparatur geben müssen, wird es teuer.

Wir empfehlen daher auf hochwertige Hersteller zurückzugreifen, die Komponenten von anderen renommierten Herstellern verwenden. Wir setzen unter anderem auf den deutschen Hersteller exone. Außerdem sollte Ihr PC eine zweijährige Garantieaufweisen (Laptops haben meist nur eine einjährige Garantie). Wenn Sie auf einen Hersteller aus Deutschland zurückgreifen, sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Jetzt wissen Sie, worauf Sie beim Computerkauf in erster Linie achten müssen.

Wir beraten Sie als Systemhaus gerne, welcher PC Ihren Anforderungen entspricht.

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